Praxis Drs. Sabine und Wilhelm Scharffetter

Gesundheit steht ganz oben auf der Wunschliste der Menschen von heute. Lange vor Reichtum und beruflichem Erfolg hat ein tadellos funktionierender Körper höchste Priorität. Wir suchen ihn alle, den Schlüssel zur Gesundheit. Die einen meinen ihn im Yoga gefunden zu haben, die anderen in der Makrobiotik. Wieder andere glauben, dass das Glas Rotwein am Abend und mit ihm seine Antioxidantien, Flavonoide und Phenole ihre Gesundheit fördert. Doch ein Passepartout, das gibt es nicht! Und dennoch wissen wir eines ganz bestimmt: Vorbeugen ist besser als Heilen. Deshalb bieten wir eine ganze Reihe von Vorsorge-Checks an, die Ihnen ein umfassendes Bild über Ihren Gesundheitszustand liefern. Durch eine Vorsorgeuntersuchung erkennen Sie schon früh Ihre körperlichen Schwachstellen und können möglichen Krankheiten gezielt vorbeugen.

Vorsorgeuntersuchung bedeutet Vorbeugen statt Reparatur

Gesundheit liegt eben nicht nur in der Therapie bereits aufgetretener Krankheiten. Gesund leben und gesund bleiben - das ist das Geheimnis. Wir möchten Ihnen dabei, so gut es heute geht, behilflich sein - mit freundlichen, einfühlsamen Ärzten auf der einen und zuverlässiger Vorsorge auf der anderen Seite.


Wenn es etwas zu finden gibt, dann wollen wir es eben wissen!

Unsere Kultur der Neugierde ist dabei Grundlage für ständige Innovationen. Zusammen mit ausgewiesenen Fachleuten und namhaften Herstellern arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Diagnoseverfahren. Wir wollen genauere Ergebnisse, aussagekräftigere Analysen, exaktere Vorhersagen für Sie und die Vorsorge Ihrer Gesundheit.

Wer "Vorsorge" hört, denkt vielleicht zuerst an eine Rentenversicherung oder ähnliches, um später einmal einen schönen Lebensabend zu haben. Doch um tatsächlich auch mit fortschreitendem Alter das Leben genießen zu können, ist auch eine Vorsorge auf einem ganz anderen Gebiet essentiell: für die eigene Gesundheit!

Während früher unter Gesundheitsvorsorge vor allem ein gemäßigter Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Meidung von schädlichen Einflüssen wie z.B. Nikotin, Alkohol und zuviel Sonneneinstrahlung gemeint war, rücken heutzutage auch immer mehr die so genannten Früherkennungsuntersuchungen in den Vordergrund.

Wozu Früherkennungsuntersuchungen?

Die Fortschritte der Medizin sind unübersehbar. Fast täglich werden neue Medikamente, Operationsmethoden und andere Behandlungsverfahren entwickelt. Viele ernste Krankheiten sind inzwischen heilbar, aber: Die beste Therapie nützt nur dann etwas, wenn sie rechtzeitig eingesetzt wird!

Allerdings verursachen gerade die großen Volkskrankheiten und Haupttodesursachen unserer Zeit - Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes usw. - in frühen Stadien wenig oder sogar gar keine Symptome.

Deshalb werden Früherkennungsuntersuchungen an Menschen durchgeführt, die bislang keine Krankheitssymptome zeigen. Denn durch diese Untersuchungen können viele Krankheiten in einem frühen Stadium erkannt und entsprechend behandelt werden, andere Krankheiten können sogar ganz vermieden werden, wenn entsprechende Risikofaktoren frühzeitig offen gelegt und ausgeschaltet werden.

Beispiel Tumoren

Sehr viele Krebserkrankungen können zu fast 100% geheilt werden, wenn sie früh genug behandelt werden - dazu gehören auch so verbreitete Krebsarten wie z.B. Brustkrebs, an dem jedes Jahr allein in Deutschland 50.000 Frauen erkranken. Eine verbesserte bildgebende Diagnostik ( hochauflösender Ultraschallschall , digitale Mammographie  , MRT ) sorgen für eine frühzeitige sichere Diagnose .

Beim Darmkrebs ist es sogar möglich, seine Entstehung ganz zu verhindern: Er entsteht nämlich zu über 90% auf dem Boden von gutartigen Wucherungen der Schleimhaut, den Polypen. Scannt man den Dickdarm regelmäßig auf diese Polypen und trägt diese bei entsprechender Größe ab, kann erst gar kein Krebs entstehen! Besonders schonend kann der Darm mit der virtuellen Koloskopie auf Polypen gescannt werden, bei der kein Einführen eines Endoskops mehr erforderlich ist.

Beispiel koronare Herzerkrankung

300.000 Menschen erleiden pro Jahr in Deutschland einen Herzinfarkt, die koronare Herzerkrankung ist die häufigste Todesursache hierzulande. Schuld sind unter anderem erhöhte Blutfette (Cholesterin), Stress, Rauchen, Diabetes mellitus, Übergewicht und Bluthochdruck. Diese Risikofaktoren fördern die Verkalkung der Herzkranzgefäße: die sogenannte Arteriosklerose, welche immer weiter den Blutfluss einengt, bis eines Tages ein Blutgefäß ganz verschlossen ist und das nicht mehr versorgte Herzmuskelgewebe im Rahmen eines Herzinfarktes abstirbt.

Um es nicht so weit kommen zu lassen, klärt die Diagnoseklinik München im Rahmen einer umfangreichen internistischen Untersuchung alle Risikofaktoren ab und stellt darüber hinaus mit der virtuellen Koronarangiographie den Ist-Zustand der Herzkranzgefäße dar, damit ggf. entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können - vom Vermeiden der Risikofaktoren über die Blutverdünnung bis hin zum Bypass.

Fazit

Ob Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Grüner Star - viele ernste Krankheiten sind heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen schaffen Sicherheit, dass alles in Ordnung ist. Werden verdächtige Veränderungen festgestellt, ist durch die frühzeitige Diagnose die Heilungschance sehr groß.

Rauchstopp hilft nach 20 Minuten

Rauchen – Lust und Laster vieler Deutschen. Nach Auskunft der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren gibt es hierzulande 7,6 Millionen süchtige Raucher. Das bleibt nicht ohne Folgen: Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Verlauf seines Lebens an einem Tumor im Bronchialtrakt. Weltweit ist Lungenkrebs bei Männern die häufigste, bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Grund genug, schnellstens dieses Laster aufzugeben. Der Vorteil: Wer mit dem Rauchen aufhört, spürt die Wirkung bereits nach kurzer Zeit – aber erst nach 15 Jahren ist er quasi so gesund wie ein Nichtraucher.

- Nach 20 Minuten gleicht sich die Herzfrequenz an die eines Nichtrauchers an.
- Nach 8 Stunden hat sich das CO verflüchtigt.
- Schon nach 1 Tag wird das Herzinfarktrisiko kleiner.
- 2 Tage nach dem Rauchstopp verfeinern sich Geruchs- und Geschmackssinn.
- Die Lungenkapazität kann sich nach 3 Monaten um bis zu 30 Prozent erhöhen.
- Nach 1 bis 9 Monaten lassen die Hustenanfälle nach.
- Nach 1 Jahr ist das Herzinfarktrisiko nur noch halb so groß.
- Nach 5 Jahren Nikotinverzicht halbiert ich das Lungenkrebsrisiko.
- 10 Jahre nach der letzten Zigarette ist das Lungenkrebsrisiko fast so niedrig wie bei Nichtrauchern.
- 15 Jahre nach dem Rauchstopp hat sich das Herzinfarktrisiko normalisiert.

Wer sich trotz alle dieser Vorteile nicht gegen das Rauchen entscheiden kann, sollte unbedingt seine Lunge regelmäßig untersuchen lassen.

Raucher auf dem Weg zum Lungenkrebs
Die Herausforderung heißt Lungenkrebs. Mindestens 18 Millionen Menschen hierzulande sind Raucher. Kein Wunder, denn Nikotin wirkt anregend auf das Gehirn: Stress und Unruhe werden vermindert. Die Kehrseite: Nikotin macht süchtig. Nikotin ist schädlich, in höherer Dosis sogar giftig. Bereits eine zerkaute Zigarette könnte ein Kleinkind töten. Rauch, Teer und Kondensat sind nicht weniger bedenklich. Diese Substanzen führen zu einer schlechteren Durchblutung und Sauerstoffversorgung, dadurch wird das Herz-/Kreislaufsystem extrem belastet. Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck und Arteriosklerose ('Raucherbein!') können die Folgen sein. Zudem schwächt Rauchen das Immunsystem und vermindert die Leistungsfähigkeit. Außerdem schädigt Tabakrauch das feine Gewebe in den Bronchien, schränkt die Atemfunktionen ein und fördert die Entstehung von Bronchitis. Krebserregende Stoffe im Teer können Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen erzeugen. So gehen 90 Prozent aller Lungen- und Bronchialkrebsfälle auf das Konto von Zigaretten, ebenso wie 25 bis 30 Prozent aller Krebsfälle mit Todesfolge.

'Von den Teenagern, die mit dem Rauchen beginnen und nicht bald versuchen, wieder damit aufzuhören, wird ein Viertel im Alter von 35 bis 69 Jahren, ein weiteres Viertel im Alter von etwa 70 Jahren an den direkten Folgen des Tabakkonsums sterben. Die Menge der pro Tag gerauchten Zigaretten spielt dabei über die Jahre hinweg gesehen eine weniger wichtige Rolle. Entscheidend ist eher die Gesamtdauer', so das Deutsche Krebszentrum Heidelberg.


Die beste Verhütung von Krankheiten ist also, den Zigarettenkonsum einzustellen. Wer das nicht schafft, sollte wenigstens regelmäßig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung sein Lungen- und Bronchialsystem checken lassen.